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Lisa Tjalve


Die lyrische Koloratursopranistin Lisa Tjalve wurde 1974 in Kopenhagen
geboren. Sie studierte das Fach Gesang an der Hochschule für Musik in Köln bei
Kammersänger Prof. Hans Sotin und bei Klesie Kelly-Moog. Im Juli 2000 schloss
sie ihr Gesangsstudium in Köln zur Diplomopernsängerin mit Auszeichnung ab.
Neben ihrer Konzert- und Operntätigkeit setzte sie ihr Studium bis zum Frühjahr
2003 bei Prof. Kirsten Buhl Möller an der „Royal Danish Academy of Musik“ fort.
2003 folgte ihr öffentliches Konzertexamen am Königlichen Dänischen
Musikkonservatorium in Kopenhagen bei Prof. Kirsten Buhl-Møller.
Zur Vervollständigung ihrer Ausbildung besuchte sie Meisterkurse bei Künstlern
wie Ingrid Bjoner, William Mateuzzi, Tom Krause, Sabine Kirchner oder Edda
Moser.
In ersten Engagements sang sie die Mariain der West Side Story am Stadttheater
Pforzheim und stand im Gefolge der Amelia in “Simone Boccanegra” unter der
Leitung von Claudio Abbado mit den Berliner Philharmonikern auf der Bühne der
Salzburger Osterfestspiele.
Später konzertierte Lisa Tjalve u.a. in der Philharmonie Köln, der
Beethovenhalle Bonn, der Crown Hall Jerusalem, der Musik & Kongresshalle Lübeck,
dem Teatro Vipiteno in Italien und mehrfach in dem Konzertsaal des dänischen
Rundfunks.
1999 sang Lisa Tjalve die Uraufführung von Marcus Stockhausens „Die
Sphärenmusik“ unter Leitung von Marcus Creed mit dem „Neuen Rheinischen
Kammerorchester Köln. 2002 setzte sie die Zusammenarbeit mit diesem Orchester in
der Schöpfung von Haydn fort. Beide Produktionen sind auf CD erschienen.
Im Weihnachtskonzert des dänischen Parlaments in der „Holmens Kirke“ erlebte man
sie mit Mozarts „Exultate Jubilate“ und zum 70. Geburtstag des dänischen
Komponisten Nørholm mit „Frase und Parafrase“, einer Produktion von Radio
Dänemark.
Von 2001 bis 2003 war sie festes Ensemblemitglied des Theaters Lübeck. Dort sang
sie u.a. Rollen wie die Rosina in Il Barbiere di Siviglia, die Despina in Cosi
fan tutte, die Lauretta in Gianni Schicchi und die Sophie in Der Rosenkavalier.
Über ihr Debüt als Sophie schrieb die Kieler Nachrichten von “Sternstunden mit
Sopran”. In Operettenrollen war sie als Valancienne in Die Lustige Witwe und als
Lisa in Gräfin Mariza zu hören. Zu ihrem Lübecker Repertoire gehörten auch die
exponierten Koloraturrollen wie Agnesin Die Schule der Frauen von Rolf
Liebermann und Zémire in Zémire & Azor von E. M. Grétry.
In dieser Zeit sang sie auch die Sopranrolle der Oper Le vin Herbé von Frank
Martin mit der Zeitgenössischen Oper Berlin am Hebbel Theater in Berlin.
In August 2003 verlieβ die Sängerin ihre Anstellung als festes Ensemblemitglied
des Theaters auf eigenem Wunsch um die weitere Entwicklung ins lyrische
Koloraturfach heran zu gehen, aber sie blieb dem Theater weiterhin als Gast
verbunden.
2004 verwendete sie fast ausschlieβlich für umfangreiche Privatstudien in dem
Italienischen Bel Canto Stil bei Ihrem Lehrer in Salzburg.
In 2005 sang Lisa Tjalve in ihrer Heimat an der ”Fynske” Oper die Hauptrolle der
wahnsinnigen Cecil in Hosekræmmeren von dem dänischen Komponisten Svend S.
Schulz.
Im Sommer 2006 wird sie an der Marktgräflichen Oper in Bayreuth in „Jupiter in
Argos“ von G. F. Händel zu hören sein.
In ihrer jungen Karriere arbeitete sie bereits mit namhaften Dirigenten und
Regisseuren wie Claudio Abbado, Konrad Junghänel, Peter Neumann, Uri Segal,
Michael Hampe, Anthony Pilavacchi und Peter Stein zusammen.

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