|
| |
Florian Uhlig


Florian Uhlig ist "einer der individuellsten und phantasievollsten jungen
Pianisten unserer Zeit" (Musical Opinion). Er pflegt ein breites und
außergewöhnliches Repertoire von Bach bis zur Gegenwart, das er zu originellen
Programmen bündelt. Auf der Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksformen
entwickelt Uhlig auch unkonventionelle Ideen und widmet sich der Komposition,
der Improvisation und dem Gesprächskonzert, sowie Projekten mit Literatur oder
anderen Musikstilen.
Florian Uhlig gibt mit zwölf Jahren seinen ersten Klavierabend. Er lernt bei
Peter Feuchtwanger; mit 20 Jahren geht er nach London und studiert am Royal
College of Music und an der Royal Academy of Music. Er schließt mit der höchsten
Auszeichnung, dem Premier Prix, ab.
Bei Florian Uhlig verbinden sich Gegensätze auf ungewöhnliche Art und Weise.
Seine Geburtsstadt Düsseldorf und seine Wahlheimat London haben ihn
gleichermaßen geprägt. Einerseits ist er in der deutschen Musiktradition
verwurzelt, mit der man Ernsthaftigkeit, Stil und Struktur verbindet.
Andererseits entwickelte er während seines jahrelangen Aufenthaltes in London
einen individuelleren Umgang mit dem musikalischen Werk als auf dem "Kontinent"
üblich: pointierte Freiheiten, exzentrische Repertoire-Kombinationen, Neugier
auf musikalische Raritäten. Dazu gehört der kreative Zugriff eines Pianisten,
der selbst komponiert, wie etwa das Klavierkonzert "Souvenir de Florence" von
Joseph James belegt, das Uhlig mit dem BBC Symphony Orchestra eingespielt hat
und an dessen Entstehung er beteiligt war.
Der Pianist gewann zahlreiche internationale Preise, wie den Europäischen
Kulturpreis der Fondation Européenne de la Culture, den
Stephen-Arlen-Gedächtnis-Preis der English National Opera und die Queen
Elizabeth Rose Bowl. Für hervorragende Leistungen auf kulturellem Gebiet wurde
er dreimal in Folge mit dem Kritikerpreis der Münchner Tageszeitung tz
ausgezeichnet.
Seine Solokonzerte führten Florian Uhlig in zahlreiche Länder Europas, Amerikas,
Asiens und Afrikas. Seit seinem Orchesterdebüt im Londoner Barbican im Jahr 1997
konzertierte der Pianist unter anderem in Berlin, Brüssel, Istanbul,
Johannesburg, Kapstadt, Köln, Luxemburg, München, New York, Prag, Salzburg,
Seoul, Venedig und Washington. Er erhielt Festivaleinladungen vom Beethovenfest
Bonn, den Kammermusiktagen Schloß Elmau, den Ludwigsburger Schloßfestspielen,
von France Musiques Paris, dem Schleswig-Holstein Festival, den Schwetzinger
Festspielen und dem Klangbogen Wien.
Florian Uhlig gastierte bei so renommierten Orchestern wie dem BBC Symphony
Orchestra, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Münchner Symphonikern,
dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, dem National Symphony Orchestra of
South Africa, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Kammerorchester des
Bayrischen Rundfunks, dem Salzburger Mozart Ensemble und dem Stuttgarter
Kammerorchester.
Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Florian Uhlig ein gefragter
Kammermusikpartner und Liedbegleiter. Er war der letzte Partner des legendären
Baritons Hermann Prey und arbeitete mit Pamela Coburn, Mirijam Contzen, Alban
Gerhardt, Joji Hattori, Franz Hawlata, Josef Protschka, Roberto Sacca, Ingolf
Turban und Sir Willard White, dem Consortium Classicum, sowie mit den
Schauspielern Christoph Bantzer, Peter Fricke, Cornelia Froboess, Gudrun
Landgrebe und Dietlinde Turban.
Florian Uhlig hielt Meisterkurse und Vorlesungen am Royal College of Music,
London, an der Kwangju Art University, Südkorea, am Conservatoire de Neuchâtel,
Schweiz, als auch an den Universitäten von Johannesburg und Kapstadt.

|