Das Vokalquartett Drops


Das Vokalquartett Drops blickt auf eine über zwanzigjährige Bühnenkarriere zurück. Die vier Sängern Hans-Ulrich Henning (Tenor), Joachim Thalmann (Tenor), Volker Schrewe (Bariton) und Hans-Peter Bendt (Bass) fanden sich nach ihrem Musikhochschulstudium in Detmold und Hannover und kamen auf Impuls des WDR mit den Komponisten und Arrangeuren Norbert Schulze und Emil Gerhardt, zwei der „Großen“ der deutschen Unterhaltungsmusik, zusammen.


Seit diesem Zeitpunkt widmen sich die vier Herren, die ureigentlich der ernsten Muse verpflichtet waren, den „Abgründen der U-Musik“, einer Musik die oft mit klischeebehafteten Begriffen als „Kleinkunst“ oder „Operette“ versehen wurden.
Was von hochangesehenen Musik-Profils in Renaissance, Barock und Klassik noch hemmungslos als Spaß genossen wurde, degradierte man im vergangenen Jahrhundert im Zug von Geniekult und Prüderie zur sogenannten Unterhaltungsmusik (als ob ernste Musik nicht auch „unterhielte“).
Der Untauglichkeit dieser Begrifflichkeit bewusst stellte Hanns Dieter Hüsch unlängst die sogenannte „seriöse“ Kunst der „kariösen“ Musik des Vokalquartetts DROPS gegenüber, denn die klebrigen Bonbons von der Rolle stehen in der Tat für den süßen Kitsch und nagenden Witz, auf des es die vier Sänger der DROPS abgesehen haben.


In unserer Zahnschmelz gehärteten Zeit scheint oftmals der Sinn für wirklich virtuose Kleinkunst gänzlich abhanden gekommen zu sein. Um so erfreulicher ist es, dass sich die vier Herren auf das Glatteis des elektronisch nicht verstärkten Gesanges begeben und ihr zersetzendes Zuckerzeug nur mit Hilfe eines Pianisten unter das Volk schleudern - eine Rarität zumindest in der Popularmusik, wo doch die meisten Stimmen ohne Mega-Wattierung noch nicht einmal bis in den Sperrsitz reichen.

Die stilistischen Wurzeln der Musik liegen tief und sind verzweigt; genannt seien einerseits die sechs ,,Commedian Harmonists", die vor mehr als 50 Jahren mit großem sängerischen Können Blödel-Schlagern in pfiffigen Arrangements zur Popularität verhalfen, andererseits etwa die Kabarettgruppe der "Vier Nachrichter", die mit den DROPS mehr als nur eine Wesensverwandtschaft teilt. Der Komponist und Arrangeur Norbert Schultze - leidgeprüft, weil in jedem Interview auf seine ,,Lili Marleen" angesprochen - arrangierte Teile des alten Programms der ,,Vier Nachrichter" für die Herrenstimmen des Vokalquartetts DROPS um.


So werden kabarettistische Nummern wie ,,Commerzieller Tango", "Let us go to Oberammergau" oder ,,Ein kleiner Reisender" vor dem archivarischen Tiefschlaf bewahrt.

Emil Gerhardt, emsiger Arrangeur des Westdeutschen Rundfunks und Pianist für alle Lebenslagen, sorgt nicht nur für das Schlagerpotential - genannt sei nur der entrüstete Aufschrei "Guck doch nicht immer nach dem Tangogeiger hin" - ,sondern vertont auch höhere Literatur mit satirischem Biss. So lässt er die Inbrunst des deutschen Männerchorwesens in Friederike Kempners herzzerreißend naivem Gedicht ,,Der Lenz" noch einmal zur vollen Blüte kommen: ,,Da dominiert der Schalk im A-cappella Gesang, wird vokale Kleinkunst-Völlerei von hohen Graden betrieben ...“

Das ist eben "Musik ! Musik ! Musik !" (FERMATE). Oder wie HIFI VISION über DROPS schreibt: "Ob sie ihr Augenmerk auf Schlager, Schnulzen oder schlüpfrige Moritaten richten: Ihre inbrünstigen und hinterhältigen Sangeskünste bleiben über jeden Zweifel erhaben - eine superbe Blüte westfälischer Kulturpflege, in frivole Arrangements verpackt und scharf----wie Doppelkorn ...".

DROPS sind seit 1980 aktiv und seitdem in zahlreichen Fernseh- (ARD, ZDF, Privat-Fernsehanstalten) und Rundfunksendungen (WDR, HR, NDR, SDR, BR, DW, SR etc.) zu sehen bzw. zu hören und haben mehrere Tonträger (CD, LP sowie MC) eingespielt.

DROPS tritt regelmäßig weltweit in den Shows der Kreuzfahrtschiffe MS EUROPA und MS ARCONA auf und sind mehrfach Gast des Schleswig Holstein-Musikfestivals gewesen.

Kosten Sie von dieser DROPS-Mischung bei den KleinKummerfelderKuhstallKonzerten und freuen Sie sich auf einen „unterhaltsamen“ Abend mit Hans-Ulrich Henning, Joachim Thalmann, Volker Schrewe und Hans-Peter Bendt als DROPS und Christoph Grohmann als Pianisten - keine Angst, sie klebt nicht !